Mercury-1 startet am 08.06.2018

Am 08.06.2018 um 11:00 starten wir am Forsthaus Willrode unseren ersten eigenen Ballon. In Kooperation mit der Aktiv-Schule Erfurt (Fachbereiche Astronomie, Physik und Technik sowie Biologie) wollen wir unsere selbstgebaute Sonde starten lassen. Diese soll Daten zu Luftdruck, Höhe und Temperatur liefern, die die Schüler Live auswerten können. Mit an Bord ist unser eigener Flugcomputer mit APRS. Auf den Bildern sieht man, wie die Sonde so langsam Form annimmt. Interessierte sind gern zum Start eingeladen. Der Flug kann wieder per aprs.fi verfolgt werden.

APRS-Crossband-Digipeater-Bau

Im Moment arbeiten wir daran, dass DB0INS, DB0ASE, und DB0SBN als Crossband-Digipeater laufen. Das bedeutet, dass die Digis sowohl auf 70cm (432.500 MHz) und der althergebrachten 2m-Frequenz (144.800 MHz) laufen. Pakete, die auf 70cm empfangen werden, sollen sowohl im 2m-Band wieder ausgestrahlt werden, als auch ins APRS-IS-Backend gelangen. Damit die Daten von uns nicht mit hoher Duplikatsrate ins Netz gelangen, hat Sebastian (DB5SB) 2 APRSIS-Systeme laufen. Eins am großen Backbone und eins im Hamnet auf DB0INS.

Für den Bau der Digipeater haben wir ein paar GM340 organisiert. Das erste Testsystem läuft jetzt bei Jens (DB0SBN),

2. Digitalstammtisch in Gotha

Am Dienstag, den 15.05.2018 findet um 18:30 Uhr im S’Limerick der 2. Digitalstammtisch statt.

Neben zwei kleinen Vorträgen soll wieder etwas Technik gezeigt werden. Weiter stellen wir aktuelle Projekte unseres neu gegründeten Verein zur Förderung von Digitalfunk und digitaler Kommunikation e.V. vor. Wir freuen uns auf rege Teilnahme.

Wegbeschreibung

Amateurfunk.digital fliegt schonwieder

Am 23.03.2018 fand unser zweites Ballonprojekt statt. Wieder mit den Jungs von GSpaceC, wieder mit unserer APRS-Bake „on Board“, die mit dem Rufzeichen DB5SB-11 sendete.

Der Start erfolgte diesmal von einer Wiese am Ortsausgang Sundhausen aus. Einige technische Probleme mit APRS ließen uns Zweifeln, doch gleich nach dem Start um 13:00 empfing Sebastian (DB5SB) über DB0ERF die ersten Pakete. Der Flug ging diesmal in südliche Richtung und, im Vergleich zum letzten Flug, sehr gemächlich. Anscheinend gab es ein problem mit dem GPS-Modul, ab 40’000 Fuß Höhe bekamen wir plötzlich keine vernünftigen Werte mehr. Das Barometer verzeichnete aber einen weiteren Druckabfall. Die Analyse läuft.

Als der Bergungstrupp an der Absturzstelle ankam, stellte man vor Ort fest, dass die Sonde auf ca. 15m im Baum hing. Mit leeren Händen brach man die Bergung Freitag abend ab. Jens (DL2AJB) stellte seine Seilschleuder nebst Zubehör zur Verfügung und so konnte die Bergung Samstag vormittag erfolgreich abgeschlossen werden.

Trotz der Problemchen ein schöner Flug 🙂

Danke an die Jungs von GSpaceC!!!

Telegram Bot für die MMDVM-Repeater

Jens (DL2AJB) wollte die Bedienung der Repeater etwas komfortabler gestalten. Damit alles etwas zügiger geht und sich auch von unterwegs die Repeater per Smartphone bedienen lassen, hat er einen kleinen Telegram-Bot geschrieben. Natürlich könnte man auch über SSH Zugreifen. Aber manchmal soll es eben etwas zügiger gehen.

Wer den Bot für seinen Repeater nutzen möchte, der darf dies gern tun. Er steht auf Github zum freien Download zur Verfügung. Es dürfen gern auch Funktionen integriert werden, mit der Bitte, diese der Community auch wieder zur Verfügung zu stellen.

Zur Installation

Registrieren des Bots bei Telegram

  1. Schreib @BotFather bei Telegram per PN an
  2. Mit dem Kommando /newbot legt ihr einen neuen Bot an
  3. Auf die Frage: „Alright, a new bot. How are we going to call it? Please choose a name for your bot.“ gebt ihr den Namen für euren Bot an.
  4. Danach einen Usernamen, mit dem ihr euren Bot später bei Telegram anschreiben könnt.
  5. Darauf hin erhaltet ihr einen HTTP API Key. Den brauchen wir später in den Konfigurationsdateien unseres telebots

Installation des Bots auf dem PI

  1. Clonen des gits ins Homeverzeichnis von pi:
    git clone https://github.com/electrigga/telebot
  2. Die python-dev muss noch installiert werden:
    sudo apt-get install -t jessie python-dev
  3. Mit einem Editor eurer Wahl die Konfigurationen bearbeiten. Zum Besipiel:
    nano config.py

    Bei grant und botowner trag ihr am besten eure Telegram-ID ein. Das ist nicht der Alias (@dl2ajb), sondern eine mehrstellige Nummer. Diese findet ihr heraus, indem ihr eine PN per Telegram an @FalconGate_Bot schreibt und dort /get_my_id eingebt.

  4. Die Datei botlog.txt uns users.csv noch anlegen (die kommen später zum Einsatz und werden später auch automatisch angelegt).
  5. Im Arbeitsprozess stecken noch einige Konfigurationen in der eigentlichen Bot-Datei (telebot.py). Diese werden im Laufe der Zeit in die Config umziehen. Kontrolliert also die Datei telebot.py auf eventuelle Einstellungen.
  6. Die Datei ausführbar machen mit:
    chmod +x telebot.py
  7. Notwendige Python-Module noch laden:
    sudo pip install psutil telepot requests

Kleine Verfeinerungen

Man kann den Bot auch automatisch nach dem Start starten. Ich habe ihn dazu in die Crontab eingetragen und in Screen gestartet, damit ich mir zur Laufzeit eventuelle Ausgaben zu Debug-Zwecken ansehen kann.

crontab -e

Dort dann

@reboot sleep 20 && cd /home/pi/telebot && screen -m -d -S telebot home/pi/telebot/telebot.py

Fragen, Anregungen, Wünsche und Hilfe bekommt ihr standesgemäß über Telegram. Dort einfach an in die Gruppe telebot schreiben: https://t.me/joinchat/E9aKOhLeY_fCgjCT8Txn_g Viel Spaß mit dem Bot.

70cm APRS nun unter DB0SBL

Ich habe vor Tagen berichtet, dass das Call DL4ALI-7 für APRS auf 70cm im Mittelthüringer Raum steht. Seit wenigen Minuten nun ist DL4ALI-7 QRT. An die Stelle tritt nun DB0SBL. Die Urkunde dazu lag heute im Postfach. Herzlichen Dank der Stelle der Bundesnetzagentur, für die schnelle Bearbeitung des Antrages. Damit wäre der erste APRS DIGI im Mittelthüringer Raum auf 70cm in der Luft.

Das Bildschirmfoto zeigt die Verteilung der übertragenen Positionen vom Jens DL2AJB der in Moment der einzige Nutzer auf 432.500 MHz in der Region Gotha ist. Ich muss noch mal etwas an der Antenne und am Kabel ändern, damit die ich die Kabelverluste eindämmen kann. Dazu kann es zu Abschaltungen kommen.

Technische Daten

  • Standort 5056.56N 01045.16E – Gotha OT Siebleben
  • QRG:      432.500
  • TRX:       TM451e
  • Ant:         X50
  • Call:        DB0SBL
  • Bake       zur Zeit alle 5min (der Parameter wird noch mals geändert)

73 aus Siebleben Steffen DL4ALI (sysop DB0SBL)

DB0ASE DV-Repeater auf der Zielgeraden

Das Schlimmste ist geschafft. Wir werden sicher noch weit vor dem geplanten Starttermin am 1.5.2018 den Repeater am Standort in Erfurt Süd-Ost in Betrieb nehmen können. Warum es nun eigentlich doch länger gedauert hat als geplant und welche Schwierigkeiten sich im Zusammenspiel mit dem Repeaterbuilder STM32 DVM ergeben haben, das möchten wir euch hier gern erzählen.

Der Repeaterbau

Die bisher gebauten Repeater haben wir mit einem Raspberry PI und einem Arduino Due mit aufgesetztem Modem gebaut. Die Arduinos werden so aber seit einer geraumen Zeit nicht mehr hergestellt und es sind nur noch chinesische Plagiate davon erhältlich. Mittlerweile geht man den Weg, dass der Microcontroller in Form eines STM32 direkt auf der Modem-Platine sitzt. Für den neuen Repeater wollten wir diese Technologie natürlich auch gleich nutzen. Gesagt, getan – Modem bei repeater-builder.com bestellt und binnen einer Woche lag der Hat auf dem Tisch.

ZUM Board auf Arduino Due (bisher der Weg)

Nun ging es an den Zusammenbau. Es gestaltete sich alles sehr einfach. Das Board ließ sich zügig verbinden, lokal lief alles problemlos. Der Abgleich des RX wurde wie in der Anleitung auf YouTube vorgenommen. Die von uns für den Repeaterbau gern genutzten Motorola GM340 haben wir, wie gewohnt, im Empfang breit gemacht (auf 25kHz Bandbreite), um auch Signale empfangen zu können, die leicht neben der Frequenz liegen. Diese Praktik nutzen wir bei fast alle Repeatern im Umkreis.

Das Repeaterbuilder STM32 Board (hier in USB-Ausführung)

Der Abgleich und die Fehlersuche

Als es an den Feldtest ging, stellte sich heraus, dass der Repeater nur im Umkreis von wenigen Metern zu arbeiten war. Er war praktisch taub. Man hat ihn sehr weit gehört, aber ihn fast nicht arbeiten können. Wir haben also ein defektes Modem oder einen defekten RX vermutet. Haben nochmal ein STM32-Board bestellt und das Board getauscht. Selber Effekt. Im Shack ließ sich der Repeater problemlos ansprechen, in ein paar hundert Metern war Schluss. Also haben wir den Empfänger getauscht und probiert, ob es möglicherweise daran liegt. Selbe Programmierung – gleicher Effekt. Der Repeater blieb quasi taub.

Viele Tage vergingen bei der Fehlersuche. Endlose Fragen in Chats und Hilfeforen und dem Hersteller wurde immer wieder mit: „Das liegt sicher am Image auf dem Raspberry. Du musst PiStar nutzen, das geht problemlos.“ beantwortet. Diese Antwort leuchtete uns nicht ein. Was soll am PiStar Image anders sein, arbeitet dieses ja auch „nur“ mit MMDVM.

DB0ASE im Rack bei DB0SBN zum Probebetrieb

Der entscheidende Hinweis

…kam nach langem Hin- und Her von DK5RAS (Ralph), der mich irgendwann mal beiläufig gefragt hat, welche Bandbreite wir bei den Empfängern eingestellt haben. Auf die Aussage: „Na 25kHz“, antwortete er: „Oh…das ist an sich verdammt viel“. Der Hub war bei der Bandbreite einfach zu klein und der Störabstand zu gering. Somit verlor sich das empfangene Signal immer im Rauschen. Die Bandbreite im Empfang also erst einmal auf 20kHz verringert, was schon eine deutliche Besserung brachte und schließlich auf 12,5kHz. Nun läuft alles reibungslos.

Typische Ausgaben des MMDVMHost beim Betrieb

Wie es weiter geht

Sobald die Temperaturen wieder im erträglichen Rahmen sind wird DB5SB die Antennenleitungen für DB0ASE auf das Dach ziehen, Hamnet und die DV-Antenne montieren und den Schrank für den Repeater vorbereiten. Dann kann Einschub in den nächsten Wochen nach Erfurt umziehen und die Landeshauptstadt endlich auf 70cm digital funken.

DB0ASE auf dem Basteltisch bei DL2AJB

70cm APRS bei DL4ALI v2

Seit wenigen Stunden läuft eine 70cm APRS Bake am Standort von Steffen (DL4ALI) in Gotha – Siebleben (JO50jw) auf 432.500Mhz. Die Bake ist via HF und im Netz bei aprs.fi verfolgbar.

Die Idee zu dem Projekt kam von Jens (DL2AJB). Schnell waren alle Bauteile wie Rechner und Funkgerät aus dem Schrank / Bastelkiste zusammen getragen und aufgebaut. Empfangsbericht sind erwünscht und gehen bitte an dl4ali (at) web.de DANKE!! Fragen werden auch beantwortet.

Technische Daten

  • Standort – JO50JW Gotha OT Siebleben
  • PC – Raspberry 3
  • Software – APRX 2.9
  • TRX – TM451E (5w)
  • Frequenz – 432.500 in 1k2
  • Ant – X50 in 15m Höhe
  • Call – DL4ALI-7
  • Bake – alle 2min

Weitere Bilder und Informationen dazu werden folgen.

Amateurfunk.Digital hebt ab!

Im Herbst 2017 kontaktierte die Interessengruppe GSpaceC (german Space Cooperation), eine Gruppe von Schülern aus dem Landkreis Gotha und Umgebung unseren Verein. Die Problemstellung war, wie die Stratosphärenballons, die z.B. zur Erforschung der Wiederverwertbarkeit dieser Ballons eingesetzt werden, Live Telemetriedaten übertragen können. Sebastian, DB5SB versprach zu helfen und entwickelte mit Morris und Anthony von GSpaceC einen APRS-Tracker. Das Hauptproblem war die Nutzlast. Größere Geräte schieden aus, der an Bord befindliche Raspberry Pi sollte möglichst die Arbeit übernehmen. Es wurde also ein Baofeng UV-5R angeschafft, das per USB-Soundkarte angesteuert wird. Auf dem Pi übernahm die Software Dire Wolf von WB2OSZ die Modulation. Die GPS-Daten (Position, Höhe, Geschwindigkeit, Richtung) wurden als Tracking-Paket mit beigefügten Telemetriedaten ausgesendet. Am 17.02.2018 war es dann so weit. Um 7:00 Ortszeit startete StratoHEAVY 1 von der Launch Site bei Aspach.

Sebastian war zwar etwas skeptisch, was das APRS betraf, doch der Test stellte sich als voller Erfolg heraus. Mit 4W wurden wir in Luxemburg und der Schweiz empfangen! Kurz nach dem Start sendete der Tracker regelmäßig unter DB5SB-11 die Daten.

Der Flug konnte so bis Dresden verfolgt werden. Nachdem der Ballon auf über 35km Höhe platzte, scheint ein Problem den Raspberry Pi deaktiviert zu haben, so das nur noch ein Paket gesendet wurde. Der eingebaute GSM-Tracker meldete sich dann circa eine Stunde später aus Ottendorf im Elbsandsteingebirge. Der Bergungstrupp fand dann gegen 13:20 die Nutzlast.

Der Flug war ein voller Erfolg.

Links: https://www.facebook.com/GSpaceC/

Gesellige Runde zum 1. Gothaer DMR-Stammtisch

Am Mittwoch, den 24.01.2017 fand im S’Limerick am Gothaer Buttermarkt der 1. DMR-Stammtisch statt. 11 OM trafen sich dort in geselliger Runde in einem eigens zur Verfügung gestellten Raum. Es gab sehr nette Gespräche und Informationen. Der Repeater DB0ASE war fertig zusammengebaut vor Ort und konnte dort das erste Mal ausprobiert werden. Er hat seinen Test auch bestanden. Wir freuen uns sehr auf eine Wiederholung.

Wer Interesse hat eine Information zu Terminen zu bekommen, der kann sich in unsere Mailingliste eintragen.

Standesgemäße Ankündigung via APRS
Kleine, aber feine Runde zum 1. DMR-Stammtisch Gotha
Digitalfunk(geräte)treffen